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Schöningen Noch nie dagewesen. Jedoch, die Autobahnausfahrt ist bekannt. Letzte Woche von und nach Berga dran vorbeigefahren und nicht vergessen. ENKELZ ... die schlauste Band, die´s gibt. Lächerliche 245 Kilometer Anreise, ein echter, Betriebs interner „Ausflug“. Das Bauwerk „Hotel Deutscher Hof“ ist zumindest für Traditionalisten ein echter Hammer. Baujahr 1889. Mit dem einzigartigen Charme der Gründerzeit sowohl Innen und Außen. Völlig unverständlich, daß ein kleiner Teil der Ortsansässigen sich nicht dazu bekennt, sondern was von Modernisierung zum Besten gibt. Der BOSC hat ein riesiges „Keine Amnestie für Blöd TV“ (oder so ähnlich) Transparent parat und auch unsere diversen Supporter Banner werden ins rechte Licht gerückt. Wir sind knapp eine lächerliche Stunde zu spät, da der gemietete Bus leider nicht eher zur Verfügung steht. Zeit, die futsch ist, kann nicht eingeholt werden. Trotz dieser Elementarthese kommt sinnlose Hektik auf. Einem wenig souveränen Veranstalter paßt die Länge des Soundchecks nicht, was wiederum Krid nicht paßt. Der paßt den Abseitspaß des Veranstalters an den Verfasser dieser Zeilen, der das selbstredend keinesfalls passiv hinnimmt und nun der Vorband „Street Pigs“ unpassender Weise die Unpäßlichkeit deren Soundchecks im noch leeren Saal verpassen muß. Was denen drei mal dürft ihr raten nun erst recht nicht paßt. Es passieren ein paar passende Worte, weil eben halt nicht Alles passabel zusammenpaßt. Und somit sind einige echt gepißt. Pünktlich um 19.00 Uhr auf Einlaß des Publikums zu bestehen macht enormen Sinn, wenn draußen die Sonne noch scheint und sich zwischen 5 und 7 Leutchen entspannt beim Bier unterhalten. Ein echt bedrohliches Szenario. Zum Glück wummert es aus der sehr kleinen P A doch noch recht ansehnlich, der Monitor Sound allerdings macht Probleme. Mischer Jens, sehr engagiert, bekommt alles noch in den Griff. Die Türen öffnen sich die erwähnte Stunde später und eine gewaltige Menge von mindestens 10 passierenden Passanten strömt in den altehrwürdigen Saal. O/ENKELZ Passion in Passiva. Die ENKELZ wollen um 22.30 auf der Bühne stehen. Die Vorband, aufgefordert den Abend zu eröffnen, findet dann erst den Sänger, dann den einen Klampfer nicht. Weitere Zeit verstreicht, die dann wiederum fehlt. Äußerst prickelnd, solch eine Truppe dann wegen Überziehung des zeitlichen Limits reglementieren zu müssen ohne richtig grob werden zu wollen. Zwei offensichtlich gänzlich irregeleitete Tanten aus deren teils eh schon leicht aggressiven Umfeld schmeißen dann später reihenweise Stühle in der oberen Etage des Saals um. Mißlungener, Möbel feindlicher Selbstfindungsprozess ohne Hirn. Dieser, oder besser, deren Stuhlgang ist ohne Zweifel gekippt. Whole lotta Frauenpower. Trotzdem: Gute Besserung. Schade, denn die harte Rock Mucke ist nicht eben übel, der Drummer, ein Gitarrist im V8Wankers Hemd und der Anab. aufgepumpt wirkende Sänger verstehen ihr Handwerk. Deren Selbstverständnis zwischen Haupt- und Support Band ist allerdings massiv ausbaufähig. Sage und schreibe 125 Menschen haben sich eingefunden. Viele davon haben erst am gleichen Tag vom ENKELZ Auftritt erfahren, da der BOSC Bus bereits seit Mittag im Örtchen weilt und ganz offensichtlich verbaler Austausch stattfindet. Werbung, das wundersame, wirkungsvolle Wesen, wenn man es denn benutzt. Was für eine Kombination..., vor einer Woche noch Bremen und jetzt das. Der verlorene Haufen der Aufrechten macht allerdings beste Stimmung und auch Geburtstagskind Bea beliebt, glückselig vor sich hin zu wippen. Lautstarke Rufe der Getreuen nach Zugaben werden gespielt, die abschließende, gemäßigte Trunk-, Drink- oder Schluck Einnahme im besagten Bus mit absolut netten Einheimischinnen zweier Generationen runden die Nacht des großen „Incognito“ versöhnlich aus. Die ebenso sympathische wie resolute Wirtin berichtet beim Spätstück, daß uns ein kleiner Teil ihrer Hotelgäste als „unzivilisierte Leute“ bezeichnet hat und unser kollektiv angeknacktes Selbstbewußtsein schwillt sofort wieder auf volle Weidner Größe an. Zumal sich in den gepflegten Hotelzimmern zu ebener Erde mehr Ameisen aufhalten, als Gäste beim Gig. Wir werden eben doch geliebt. Punktum humoristicum! Gegen 1 Uhr mittags geht´s nach Hause und einige freuen sich auf die Vorentscheidungen in der 2. Fußball Liga per TV. Hätte ja zeitlich ausnahmsweise mal gepaßt. Hätte, wenn da nicht irgendein krankes Amt in Sachen Straßenbau karnevalistischen Umtrieben erlegen wäre. 18 km Stau direkt vor Hamburg. Wegen einer TAGES Baustelle von ca. 80 immensen Metern nur eine statt dreier Fahrspuren. Wie krank geht´s denn noch? ZWEI Stunden VIERZIG Minuten penetranter Pisten „Party“ zwischen Pausieren, Pissen und Pöbeln. Asphalt Terror pur. Ob 1100 oder 500km, der Zeitaufwand ist komplett identisch..., egal, es gibt unangenehmeren Terror. Ob wir das Ganze in dieser Form alles wirklich nochmals brauchen.....? Widmen wir uns der einzig relevanten Frage des Tages zu: Wieviel Bier paßt in Erik Meijer und Willi Landgraf? Knutzen
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